Reisezeiten - S-Bahn-Station Gonzenheim Haberweg

Neue S-Bahn-Station Gonzenheim - Haberweg
statt Fortführung der U-Bahnlinie U2 von Gonzenheim zum Bahnhof Bad Homburg
Neue S-Bahn-Station Gonzenheim - Haberweg
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Planungen

Vergleich der Reisezeiten
mit - und ohne Ausbau
im ÖPNV Gesetz werden Grundsätze und Ziele für einen sinnvollen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs näher beschrieben.
Natürlich steht dabei die WIRTSCHAFTLICHKEIT der Bau-Maßnahme im Vordergrund, denn dafür muss es auch eine erzielbare Nachfrage geben.

Das ÖPNV Gesetz beschreibt deshalb in Paragraph 2 drei wichtige Grundsätze, die erfüllt werden müssen:
1.) eine ausreichende Verkehrsbedienung muss erreicht werden
2.) kurze Reisezeiten sind zu gewährleisten
3.) Verknüpfung mit anderen Verkehrssystemen des ÖPNV müssen möglich sein

Und genau diese Sache mit den "kurzen Reisezeiten" haben wir uns jetzt an Hand von konkreten Start- und Zielorten vorgenommen und durchgespielt. Und zwar so, dass wir den "Ohnefall" dem "Mitfall" gegenüber stellen und beide miteinander vergleichen.

Was bedeutet das ?
Der "Ohnefall" = ist der heutige Zustand - also keine Bau-Maßnahme - Verlängerung der U-Bahnlinie U2
Der "Mitfall"  = ist der Ideal-Zustand - nach einer Verlängerung der U-Bahnlinie U2 zum Bahnhof
Beide "Fälle" sind Kriterien, die, - wie in einer Bilanz - im standardisierten Bewertungsverfahren miteinander verglichen werden, um ihre WIRTSCHAFTLICHKEIT mittels Nutzen-Kosten-Untersuchung zu ermitteln. Nur dabei geht es meist um fiktiv prognostizierte Fahrgastzahlen und Kosteneinsparungen.

Wir wollen aber die REALEN FAHRZEITEN der beiden "Fälle" auf konkreten Strecken ermitteln und miteinander vergleichen.  
So lässt sich auch die Frage beantworten: "Lohnt sich das überhaupt ?" Oder betriebswirtschaftlich ausgedrückt Ertrag / Aufwand = Rentabilität.

Die Regeln:
Für die Gegenüberstellung der beiden "Fälle" sind NUR schienengebundene Strecken-Verbindungen erlaubt. Ebenso ist beim Umsteigen auf andere Schienenfahrzeuge an kurze Fusswege zu denken.
Und alle "Fälle" müssen die schienenlose "Problemzone" Bad Homburg Gonzenheim - Bad Homburg Bahnhof irgendwie meistern. Und das auf dem schnellstem Weg.
Für die Ausbauvariante (Mitfall) ist das erst mal kein Problem. Denn für sie steht die,- noch nicht realisierte 1,6 km lange eingleisige Strecke von Bad Homburg Bhf nach Gonzenheim zur Verfügung.
Als Fahrzeit werden 5 Minuten im 15-Minuten-Takt angesetzt.
Doch wie schneidet die "Ohnefall"-Variante im Vergleich dazu ab? Sind große Probleme zu lösen?

Es gilt der RMV-Fahrplan. Start ist 08:00 Uhr morgens - Werktag.

Das Ergebnis ist wirklich überraschend, denn so schlecht sind die heutigen Bahnverbindungen nicht. Doch schauen Sie selbst:
1.) von Bad Homburg Gonzenheim nach Frankfurt Flughafen
- überraschendes Ergebnis - beide "Fälle" sind nach 55 Minuten exakt zur gleichen Zeit am Ziel.
2.) von Usingen Bhf. nach Frankfurt Nord / Universität
- Überraschung- die Fahrzeit der "Mitfall"-Variante war 8 Minuten kürzer, doch "Ohnefall" war 1 Minute eher am Ziel.
3.) von Friedberg Bhf. nach Bad Homburg Obereschbach / Campus
- auch hier - die Fahrzeit der "Mitfall"-Variante ist 10 Minuten kürzer, beide kommen aber zur gleichen Zeit an.
4.) von Bad Homburg Bhf. nach Frankfurt Riedberg / Campus
- hier war die Fahrzeit der "Ohnefall"-Variante um 7 Minuten kürzer, "Mitfall" war aber 7 Minuten eher am Ziel.

Abschließend kann man an Hand der konkreten Start- Ziel Beispiele sagen, dass die schienenlose Zone zwischen Gonzenheim und Bahnhof Bad Homburg geschickt mit anderen nahen Verbindungen "umfahren" werden kann.
(4.) So erreicht der Fahrgast mit der U3 vom Bahnhof Oberursel das nördliche Frankfurt ebenso wie mit der U2 über Gonzenheim.
(3.) Und von Friedberg Bhf ist die reine Fahrzeit mit der S6 und einem Umstieg am Bhf F-Eschersheim - und weiter in Richtung Bad Homburg mit der U2 ab "Weißer Stein"-, zwar 10 Minuten länger, als auf der "Mitfall-Strecke" über Friedrichsdorf, Bad Homburg Bhf und weiter mit der U2 nach in Bad Homburg Obereschbach / Campus. Doch trotz 10 Minuten längerer Fahrzeit ist man mit der "Ohnefall-Variante" um 1 Minute schneller am Ziel.
Unglaublich ?

Vielleicht fragen Sie sich anschließend:
Lohnt sich das überhaupt mit der U-Bahnlinien-Verlängerung ? Für 65 Mio ?
Tatsächlich. Im Nahbereich also auf der kurzen Strecke - Gonzenheim,  Obereschbach hapert es schon mit der schnellen Erreichbarkeit. Doch dafür wären ja die Buslinien zuständig. Und ausgerechnt die Busse der Linien 1 und 11 sollen reduziert werden. Aus Kostengründen, damit es wirtschaftlich ist. hier




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